06. Oktober 2006

Eingabegeräte zum Selbermachen

Hier mal ein Eingabegerät welches aus einer ganz normalen Maus gebastelt wurde. Eigentlich kein neues Eingabegerät oder Interface aber durch die neue Form und Bedienung eröffnet das ganz neue Perspektiven bei der Bedienung.

02. Oktober 2006

Vom stummen Diener zum Allround-Verkäufer

Warum die Deutsche Bahn AG bei der Entwicklung der nächsten Generation von Fahrkartenautomaten stärker auf die Erfahrungen ihrer Kunden achtet

So selbstverständlich heute Fahrkartenautomaten für den Fernverkehr zum Erscheinungsbild eines Bahnhofs gehören, verwundert es doch, dass diese stummen Diener erst seit Anfang der 90er Jahre ihren Dienst im Auftrag der Deutschen Bahn leisten. Viele Bahnreisende haben sich inzwischen auch daran gewöhnt, ihre Tickets für Fernreisen nicht mehr am Schalter, sondern am roten Fahrkartenautomaten zu kaufen.

Die neuen Fahrkartenautomaten der DB für den FernverkehrObwohl sich die Deutsche Bahn mit der Akzeptanz der Automaten bereits zufrieden zeigt, sieht Markus Grafe, Leiter der für die Entwicklung der Automaten zuständigen Abteilung noch deutliches Verbesserungspotential. Kunden, die vor dem Kauf einer Fahrkarte immer noch an den Schalter gehen und eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen, sollen in Zukunft durch deutlichere Anreize und eine bessere Benutzerführung an die Automaten gelockt werden. Markus Grafe geht davon aus, dass vor allem ältere Personen den Gang an die Automaten scheuen. Aus diesem Grund werden in jüngster Zeit vermehrt sog. „Automatenguides“ eingesetzt, die Kunden in der Warteschlange ansprechen, um sie mit der Benutzung des Automaten vertraut zu machen.

Am Automaten werden heute vor allem Fahrkarten für den Verbund- und Nahverkehr gekauft, wo das schnelle Lösen einer gültigen Fahrkarte im Vordergrund steht und keine intensive Beratung über das Ziel, die Strecke oder Umsteigepunkte erforderlich ist. Aktuell werden zwar die meisten dieser Tickets an den Automaten gekauft, allerdings liegt der Anteil aller Fahrkarten nur bei ca. 24 % am Gesamtumsatz.
» Ich möchte den ganzen Artikel lesen

29. September 2006

Eine kleine Geschichte der Betriebssystem-GUIs


Auf der Seite http://toastytech.com/ wurde mal die Historie der GUIs von Betriebssystemen aufgelistet. Hier findet Ihr alle "Mainstream" Betriebssysteme von 1973 bis heute.

Interessant ist, dass sich auf den ersten Blick nicht wirklich viel getan hat. Ok, alles wurde bunter und bekam eine höhere Auflösung, aber selbst so "neue" Features wie der Dock bei MacOS X (siehe 2003) gab es ansatzweise schon bei der ersten Windows Version (siehe 1985).

Schaut euch auf jeden Fall auch mal "Bob" an. Obwohl das gefloppt ist und einen sehr starken Bruch zu den gewohnten Schnittstellen darstellt, muss ich sagen, dass es zumindest eine neue und innovative Idee für GUIs war - was man ja nicht gerade aus dem Hause Microsoft gewohnt ist.

22. September 2006

Minority Report User Interface - Teil 2

Hier noch einige weitere Schnittstellen die sich an der Minority-Report Vision orientieren. Die sind wahrscheinlich für die Bild- und Videobearbeitung sowie für die Spieleindustrie sehr interessant. Da die meisten dieser Technologien auf Bilderkennung mittels Kameras, Laser oder Touchscreens funktionieren verstehe ich eigentlich nicht warum die noch nicht im Massenmarkt oder wenigsten high-end Markt zu kaufen sind. Eine Webcam hat doch auch schon heute fast jeder, oder?

* Video 1
* Video 2
* Video 3

Und hier einige Seite über die Hintergünde zur Minority Report Technologie:
* Ein Bericht von CNN über die Fakten und Forscher mit ähnlichen Technologien
* Ein Bericht von CBS über das Thema

15. September 2006

Betriebssysteme: Der Beta Effekt

VHSDie meisten (mich eingeschlossen) haben wohl nie das Video Aufzeichnungssystem "Beta" kennen gelernt. Da VHS billiger war, hatte sich das eigentlich schlechtere System durchgesetzt (siehe Formatkrieg auf Wikipedia). Das gleiche scheint auch bei Betriebsystemen der Fall zu sein.

Hier sind mal zwei schöne Beispiele für Betriebssysteme mit Features, die wir heute immer noch vergeblich in den großen Drei (Windows, Linux, MacOS) suchen.

Das Betriebssystem NextStep einer Firma, die von Steve Jobs in den 1990ern gegründet wurde, nachdem er bei Apple "gegangen wurde".

Das Betriebssystem Be OS wurde im Silicon Valley hergestellt und später in Deutschland als ZETA weiter entwickelt (leider ist die Firma aber seit 4. April 2006 insolvent).

03. September 2006

Einfach bedienbar bauen

46. Internationale FunkausstellungDie 46. Internationale Funkausstellung (IFA) wurde am 31. August 2006 von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Wie der Rundfunk Berlin Brandenburg in seinen Online-Nachrichten berichtet, rief Frau Merkel während der Eröffnungsgala die Branche auf, Geräte mit einfacherer Bedienung zu bauen und gleichzeitig kundenorientierter zu sein: "Machen sie es dem Kunden nicht zu schwierig, und da wo es schwierig ist, bieten sie ihm Kundenservice an", so die Kanzlerin laut RBB.

Nach einem Bericht von tagesschau.de sieht Forschungsministerin Annette Schavan außerdem grundlegenden Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte. Mit einer national einheitlichen High-Tech-Strategie will die Bundesregierung die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte fördern und bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen.

Der Bericht lässt offen, was man unter einem marktreifen Produkt versteht. Das darf aber nicht weiter verwundern, zumal der Investitionsplan nicht mehr als eine Blaupause ist. Außerdem scheinen die Probleme wohl von wesentlich grundlegenderer Natur zu sein.

25. August 2006

Es war einmal: Interface Ideen vor 20 Jahren - Teil 2

Und noch einige Visionen von Apple zum technologieunterstützten Leben und Arbeiten aus dem Jahr 1988. Das "Future Shock" Video zeigt einige sehr interessante Applikationen wie wir z.B. mit einer Steuerung über Gesten oder das Einblenden von Informationen auf einer Brille arbeiten könnten. Im Grunde würde man dies heute den Bereichen Ambient Intelligence und Augmented Reality zuschreiben.

Das Video findet Ihr auf der folgenden Seite als 45 MB Version.

17. August 2006

Kaffee - das wichtigste Produktionsmittel in der Softwareentwicklung?

Wie lange übersteht man Softwareentwicklung unbeschadet?

Ohne feste Nahrung: max. zehn Tage
Ohne Wasser: max. zwei Tage
Ohne Kaffee: max. zwei Stunden?!

Java intravenös

Vielleicht fehlt mir der Sinn für die Selbstironie in der Branche, aber ich finde die Werbung in diversen Entwickler Zeitschriften wirklich daneben. IBM stellt sich IT-Abteilungen als Koffein-betriebene Intensivstationen vor und Microsoft verschaukelt seine Kunden mit primitiven Ratebildern.

Stimmt es doch, was der Rektor der Uni Klagenfurt sagt: Programmieren sei langweilig oder gar überflüssig?

Jedenfalls kommt aus dem Hause Microsoft Abhilfe. Dort wurde das Projekt Coding4Fun gestartet, damit Entwickler wieder Spaß am Programmieren haben:

"Bei uns ist der Name Programm: "Coding4Fun" - PROGRAMMIEREN ZUM SPAß. Klar: Es muss Leute geben, die Lagerverwaltungsprogramme und Steuerberatersoftware programmieren, aber wir bei Coding4Fun werfen den Compiler nur an, wenn das entsprechende Projekt Laune macht.

Auf der Projektseite finden deshalb interessierte Hacker "PROGRAMMCODE MIT HOHEM FUNFAKTOR" komplett mit Tutorials für "Code-Heimwerker und solche, die es werden wollen".

08. August 2006

Projektleitung und Anforderungsermittlung - 1. Teil des Interviews mit Dr. Gernot Starke

Wie sind heutzutage Softwareprojekte aufgebaut und welche Stakeholder tragen dazu bei, Anforderungen zu bestimmen? In dieser Podcastfolge spricht Dr. Gernot Starke aus seiner über 15-jährigen Projekterfahrung.

Gernot StarkeDr. Gernot Starke ist seit Anfang der 90er Jahre als Berater, Softwareentwickler und Dozent tätig. Seine Kunden beinhalten große Unternehmen aus dem Finanzwesen, der Telekommunikationsbranche und der öffentlichen Verwaltung. Er beschäftigt sich mit Themen wie Qualitätssicherung, Prozessmanagement und Projektplanung und ist Autor mehrerer Bücher zu den Themen Softwarearchitekturen und Entwurfsmuster.

Herr Starke bemerkte dabei, dass in Softwareprojekten oft Endbenutzer eine untergeordnete Rolle spielen und "... Endbenutzer nicht in die Prozesse involviert sind ... weil man sie nicht kennt oder ... ihnen die Entscheidungsfähigkeit abspricht ...".

Oft liegt dies wohl auch daran, dass der "... Auftraggeber explizit eine andere Vorstellung hat, als die ... 'abstrusen' Wünsche der Endnutzer zu erfüllen ...".

Dabei kann es aber auch passieren, dass "... der Endbenutzer häufig nur bis zum Tellerrand seines Tagesgeschäftes blickt ... aber nicht darüber hinaus". Beispielsweise wenn im Hintergrund eine Fusion mit einer anderen Firma stattfindet oder der Prozess überarbeitet wird.

Interview mit Gernot Starke

26. Juli 2006

Es war einmal: Interface Ideen vor 20 Jahren - Teil 1

Manche kennen Ihn vielleich - einige haben Ihn vielleicht noch nie gesehen. Deshalb hier ein Link zu einem intelligenten User Interface (oder besser einer Künstlichen Intelligenz) welche vor ca. 20 Jahren von Apple konzipiert wurde.

Apple's Knowledge NavigatorHier könnt Ihr euch die 60 MB Version oder die 14 MB Version runterladen. Ihr solltet euch das Video zum Knowledge Navigator unbedingt anschauen - über dessen Hintergund wird auch im deutschen und englischen Wikipedia geschrieben.

Das im Video gezeigte Verhalten könnte man meineserachtens heute schon größtenteils realisieren. Im Prinzip geht es ja erstmal nur um die Nennung und Erklärung von eMails und News, Einbindung von Skype/VoIP und der Recherche im Internet. Kompliziert wird es wohl bei der Sprachsynthese aber wenn man die Fragen des Nutzers als Text eintippen würde benötigt man "nur" noch eine sehr gute Suche. Bisher wohl unmöglich ist die Extraktion der Daten aus den Publikationen und der Verwendung von speziellen Datenbanken wie Niederschlagsmengen des Amazonasgebietes oder der Ausbreitung des Sahara.
<< Neuere Beiträge | Ältere Beiträge >>