08. August 2006

Projektleitung und Anforderungsermittlung - 1. Teil des Interviews mit Dr. Gernot Starke

Wie sind heutzutage Softwareprojekte aufgebaut und welche Stakeholder tragen dazu bei, Anforderungen zu bestimmen? In dieser Podcastfolge spricht Dr. Gernot Starke aus seiner über 15-jährigen Projekterfahrung.

Gernot StarkeDr. Gernot Starke ist seit Anfang der 90er Jahre als Berater, Softwareentwickler und Dozent tätig. Seine Kunden beinhalten große Unternehmen aus dem Finanzwesen, der Telekommunikationsbranche und der öffentlichen Verwaltung. Er beschäftigt sich mit Themen wie Qualitätssicherung, Prozessmanagement und Projektplanung und ist Autor mehrerer Bücher zu den Themen Softwarearchitekturen und Entwurfsmuster.

Herr Starke bemerkte dabei, dass in Softwareprojekten oft Endbenutzer eine untergeordnete Rolle spielen und "... Endbenutzer nicht in die Prozesse involviert sind ... weil man sie nicht kennt oder ... ihnen die Entscheidungsfähigkeit abspricht ...".

Oft liegt dies wohl auch daran, dass der "... Auftraggeber explizit eine andere Vorstellung hat, als die ... 'abstrusen' Wünsche der Endnutzer zu erfüllen ...".

Dabei kann es aber auch passieren, dass "... der Endbenutzer häufig nur bis zum Tellerrand seines Tagesgeschäftes blickt ... aber nicht darüber hinaus". Beispielsweise wenn im Hintergrund eine Fusion mit einer anderen Firma stattfindet oder der Prozess überarbeitet wird.

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01. Juni 2006

Programmierung aus Nutzersicht - 2. Teil des Interviews mit Thomas Geis

Welche Methoden wendet die ProContext GmbH in Projekten an, um Nutzungsanforderungen zu erheben?

Thomas Geis (ProContext)Thomas Geis nennt in dieser Podcastfolge hierzu einige Beispiele und erläutert außerdem, wie er Unternehmen motiviert, überhaupt in die Gebrauchstauglichkeit interaktiver Produkte zu investieren:

"[...] ernst genommen werden sie von Entwicklungsseite eigentlich nur, wenn sie deren Sprache sprechen und in irgendeiner Form etwas Programmierbares liefern...

...und ein gutes Nutzungsszenario, das ist programmierbar.
Das ist Programmierung aus Nutzersicht."

Unser Gespräch machte auch klar, dass auf dem Weg zu einem ausgreiften Entwicklungsprozess leider der eine oder andere Stolperstein im Weg liegen kann:

"die größten Hindernisse bei Prozessqualität sind in erster Linie ein fehlendes Rollenverständnis und ein fehlendes Rollenmodell in den Projekten", so Thomas Geis im Interview.

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31. März 2006

Nutzerorientierte Entwicklung - Interview mit Thomas Geis (ProContext GmbH)

Softwareunternehmen legen zwar in immer stärkerem Maße auf die Gebrauchstauglichkeit bzw. Usability ihrer Produkte wert. Allerdings findet man in der Branche nur in den seltensten Fällen konsequent nutzerzentrierte Entwicklungsprozesse vor. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (auch KMUs genannt) tun sich schwer mit der Anwendung nutzerzentrierter Entwicklungsmethoden, da entsprechend spezialisierte Profile bei den Mitarbeitern häufig nicht vorhanden bzw. schwach ausgeprägt sind.

"Qualität ist nichts weiter
als die Umsetzung von Anforderungen
"
(Thomas Geis)

Nutzungsanforderungen werden zwar in vielen Softwareunternehmen erfasst und dokumentiert. Ein wesentliches Problem besteht jedoch darin, dafür zu sorgen, dass diese Anforderungen bei der Entwicklung auch tatsächlich berücksichtigt werden.

Thomas Geis (ProContext)Für die erste Ausgabe von HALLO USER habe ich deshalb mit Thomas Geis von der ProContext GmbH gesprochen. Ich wollte wissen, was aus seiner Sicht die größten Hindernisse bei der Erfassung, Dokumentation und konsequenten Umsetzung von Nutzungsanforderungen sind.
Thomas Geis hierzu: "Ein wesentlicher Schritt in der Motivation eines Projektes, in die richtige Richtung zu gehen, ist, dass man klar macht, dass das Produkt, das dort entwickelt wird, einen Nutzen erzeugen soll. Und dieser Nutzen entsteht beim Nutzer."

An dieser Stelle soll jedoch nicht mehr verraten werden und wir wünschen viel Spaß mit der ersten Ausgabe von HALLO USER!

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