29. September 2006

Eine kleine Geschichte der Betriebssystem-GUIs


Auf der Seite http://toastytech.com/ wurde mal die Historie der GUIs von Betriebssystemen aufgelistet. Hier findet Ihr alle "Mainstream" Betriebssysteme von 1973 bis heute.

Interessant ist, dass sich auf den ersten Blick nicht wirklich viel getan hat. Ok, alles wurde bunter und bekam eine höhere Auflösung, aber selbst so "neue" Features wie der Dock bei MacOS X (siehe 2003) gab es ansatzweise schon bei der ersten Windows Version (siehe 1985).

Schaut euch auf jeden Fall auch mal "Bob" an. Obwohl das gefloppt ist und einen sehr starken Bruch zu den gewohnten Schnittstellen darstellt, muss ich sagen, dass es zumindest eine neue und innovative Idee für GUIs war - was man ja nicht gerade aus dem Hause Microsoft gewohnt ist.

22. September 2006

Minority Report User Interface - Teil 2

Hier noch einige weitere Schnittstellen die sich an der Minority-Report Vision orientieren. Die sind wahrscheinlich für die Bild- und Videobearbeitung sowie für die Spieleindustrie sehr interessant. Da die meisten dieser Technologien auf Bilderkennung mittels Kameras, Laser oder Touchscreens funktionieren verstehe ich eigentlich nicht warum die noch nicht im Massenmarkt oder wenigsten high-end Markt zu kaufen sind. Eine Webcam hat doch auch schon heute fast jeder, oder?

* Video 1
* Video 2
* Video 3

Und hier einige Seite über die Hintergünde zur Minority Report Technologie:
* Ein Bericht von CNN über die Fakten und Forscher mit ähnlichen Technologien
* Ein Bericht von CBS über das Thema

15. September 2006

Betriebssysteme: Der Beta Effekt

VHSDie meisten (mich eingeschlossen) haben wohl nie das Video Aufzeichnungssystem "Beta" kennen gelernt. Da VHS billiger war, hatte sich das eigentlich schlechtere System durchgesetzt (siehe Formatkrieg auf Wikipedia). Das gleiche scheint auch bei Betriebsystemen der Fall zu sein.

Hier sind mal zwei schöne Beispiele für Betriebssysteme mit Features, die wir heute immer noch vergeblich in den großen Drei (Windows, Linux, MacOS) suchen.

Das Betriebssystem NextStep einer Firma, die von Steve Jobs in den 1990ern gegründet wurde, nachdem er bei Apple "gegangen wurde".

Das Betriebssystem Be OS wurde im Silicon Valley hergestellt und später in Deutschland als ZETA weiter entwickelt (leider ist die Firma aber seit 4. April 2006 insolvent).

03. September 2006

Einfach bedienbar bauen

46. Internationale FunkausstellungDie 46. Internationale Funkausstellung (IFA) wurde am 31. August 2006 von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Wie der Rundfunk Berlin Brandenburg in seinen Online-Nachrichten berichtet, rief Frau Merkel während der Eröffnungsgala die Branche auf, Geräte mit einfacherer Bedienung zu bauen und gleichzeitig kundenorientierter zu sein: "Machen sie es dem Kunden nicht zu schwierig, und da wo es schwierig ist, bieten sie ihm Kundenservice an", so die Kanzlerin laut RBB.

Nach einem Bericht von tagesschau.de sieht Forschungsministerin Annette Schavan außerdem grundlegenden Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte. Mit einer national einheitlichen High-Tech-Strategie will die Bundesregierung die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte fördern und bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen.

Der Bericht lässt offen, was man unter einem marktreifen Produkt versteht. Das darf aber nicht weiter verwundern, zumal der Investitionsplan nicht mehr als eine Blaupause ist. Außerdem scheinen die Probleme wohl von wesentlich grundlegenderer Natur zu sein.

25. August 2006

Es war einmal: Interface Ideen vor 20 Jahren - Teil 2

Und noch einige Visionen von Apple zum technologieunterstützten Leben und Arbeiten aus dem Jahr 1988. Das "Future Shock" Video zeigt einige sehr interessante Applikationen wie wir z.B. mit einer Steuerung über Gesten oder das Einblenden von Informationen auf einer Brille arbeiten könnten. Im Grunde würde man dies heute den Bereichen Ambient Intelligence und Augmented Reality zuschreiben.

Das Video findet Ihr auf der folgenden Seite als 45 MB Version.

17. August 2006

Kaffee - das wichtigste Produktionsmittel in der Softwareentwicklung?

Wie lange übersteht man Softwareentwicklung unbeschadet?

Ohne feste Nahrung: max. zehn Tage
Ohne Wasser: max. zwei Tage
Ohne Kaffee: max. zwei Stunden?!

Java intravenös

Vielleicht fehlt mir der Sinn für die Selbstironie in der Branche, aber ich finde die Werbung in diversen Entwickler Zeitschriften wirklich daneben. IBM stellt sich IT-Abteilungen als Koffein-betriebene Intensivstationen vor und Microsoft verschaukelt seine Kunden mit primitiven Ratebildern.

Stimmt es doch, was der Rektor der Uni Klagenfurt sagt: Programmieren sei langweilig oder gar überflüssig?

Jedenfalls kommt aus dem Hause Microsoft Abhilfe. Dort wurde das Projekt Coding4Fun gestartet, damit Entwickler wieder Spaß am Programmieren haben:

"Bei uns ist der Name Programm: "Coding4Fun" - PROGRAMMIEREN ZUM SPAß. Klar: Es muss Leute geben, die Lagerverwaltungsprogramme und Steuerberatersoftware programmieren, aber wir bei Coding4Fun werfen den Compiler nur an, wenn das entsprechende Projekt Laune macht.

Auf der Projektseite finden deshalb interessierte Hacker "PROGRAMMCODE MIT HOHEM FUNFAKTOR" komplett mit Tutorials für "Code-Heimwerker und solche, die es werden wollen".

08. August 2006

Projektleitung und Anforderungsermittlung - 1. Teil des Interviews mit Dr. Gernot Starke

Wie sind heutzutage Softwareprojekte aufgebaut und welche Stakeholder tragen dazu bei, Anforderungen zu bestimmen? In dieser Podcastfolge spricht Dr. Gernot Starke aus seiner über 15-jährigen Projekterfahrung.

Gernot StarkeDr. Gernot Starke ist seit Anfang der 90er Jahre als Berater, Softwareentwickler und Dozent tätig. Seine Kunden beinhalten große Unternehmen aus dem Finanzwesen, der Telekommunikationsbranche und der öffentlichen Verwaltung. Er beschäftigt sich mit Themen wie Qualitätssicherung, Prozessmanagement und Projektplanung und ist Autor mehrerer Bücher zu den Themen Softwarearchitekturen und Entwurfsmuster.

Herr Starke bemerkte dabei, dass in Softwareprojekten oft Endbenutzer eine untergeordnete Rolle spielen und "... Endbenutzer nicht in die Prozesse involviert sind ... weil man sie nicht kennt oder ... ihnen die Entscheidungsfähigkeit abspricht ...".

Oft liegt dies wohl auch daran, dass der "... Auftraggeber explizit eine andere Vorstellung hat, als die ... 'abstrusen' Wünsche der Endnutzer zu erfüllen ...".

Dabei kann es aber auch passieren, dass "... der Endbenutzer häufig nur bis zum Tellerrand seines Tagesgeschäftes blickt ... aber nicht darüber hinaus". Beispielsweise wenn im Hintergrund eine Fusion mit einer anderen Firma stattfindet oder der Prozess überarbeitet wird.

Interview mit Gernot StarkeDen 1. Teil des Interviews mit Dr. Gernot Starke als MP3-Datei herunterladen, Größe: 13, 9 MB

26. Juli 2006

Es war einmal: Interface Ideen vor 20 Jahren - Teil 1

Manche kennen Ihn vielleich - einige haben Ihn vielleicht noch nie gesehen. Deshalb hier ein Link zu einem intelligenten User Interface (oder besser einer Künstlichen Intelligenz) welche vor ca. 20 Jahren von Apple konzipiert wurde.

Apple's Knowledge NavigatorHier könnt Ihr euch die 60 MB Version oder die 14 MB Version runterladen. Ihr solltet euch das Video zum Knowledge Navigator unbedingt anschauen - über dessen Hintergund wird auch im deutschen und englischen Wikipedia geschrieben.

Das im Video gezeigte Verhalten könnte man meineserachtens heute schon größtenteils realisieren. Im Prinzip geht es ja erstmal nur um die Nennung und Erklärung von eMails und News, Einbindung von Skype/VoIP und der Recherche im Internet. Kompliziert wird es wohl bei der Sprachsynthese aber wenn man die Fragen des Nutzers als Text eintippen würde benötigt man "nur" noch eine sehr gute Suche. Bisher wohl unmöglich ist die Extraktion der Daten aus den Publikationen und der Verwendung von speziellen Datenbanken wie Niederschlagsmengen des Amazonasgebietes oder der Ausbreitung des Sahara.

07. Juli 2006

Welches Potential hat Usability wirklich?

Häufig frage ich mich bei meiner Arbeit, welchen Stellenwert der Aspekt der Gebrauchstauglichkeit im Bereich Softwareentwicklung tatsächlich einnimmt und in Zukunft einnehmen wird. Ziemlich ernüchternd war die Suche in Google-News. Die Suche nach Gebrauchstauglichkeit lieferte ganze acht Treffer, von denen kein einziger wirklich etwas mit Softwareentwicklung zu tun hatte.

Gebrauchstauglichkeit: ernst gemeint?Die Suche nach Usability lieferte immerhin 106 Treffer, von denen ebenfalls nur wenige einen Bezug zur Softwareentwicklung hatten. Immerhin fand ich zwei interessante Artikel. Im Artikel "Usability sollte von Anfang an bei der Softwareentwicklung mitgedacht werden" berichtet die Online-Ausgabe von derstandard über ein Interview mit Anna Dirks, die bei Novell für die Verbesserung der Usability des Linux-Desktops zuständig ist.

» Ich möchte den ganzen Artikel lesen

05. Juli 2006

Projektleitfaden zur Software-Ergonomie

Projektleitfaden zur Software-Ergonomie Überzeugen durch informieren. So könnte man die Absicht der Verfasser des Projekt-Leitfadens "Software-Ergonomie" zusammen fassen. Das ca. 120-seitige Dokument stellt nicht nur wichtige Qualitätskriterien und rechtliche Grundlagen dar.

Vielmehr gibt die Praxishilfe auch Anregungen und konkrete Hinweise dazu geben, wie diese Kriterien schon möglichst frühzeitig während des Entwicklungsprozesses berücksichtigt werden. Die Beteiligung von Benutzern wird dabei als erfolgskritisch betrachtet.

Der Leitfaden richtet sich an alle in der Softwareentwicklung tätigen Mitarbeiter und setzt kein Vorwissen im Bereich "Software-Ergonomie" voraus.

Das PDF-Dokument kann direkt von der Website des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung kostenlos heruntergeladen werden.
<< Neuere Beiträge | Ältere Beiträge >>